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Stigmatisierung bei Rosazea

15.12.2021

istock Elisabeth SchittenhelmDer Fachbegriff „Stigmatisierung" bedeutet, jemanden aufgrund von (äußerlichen) Merkmalen sehr negativ oder ablehnend zu beurteilen. Viele Rosazea-Patienten und -innen kennen das Gefühl der Stigmatisierung nur zu gut. Denn die chronische Hautkrankheit mit Rötungen sowie Papeln und Pusteln im Gesicht ist für das Umfeld immer sichtbar. Und obwohl es in Deutschland rund 10 Millionen Rosazea-Betroffene gibt, ist das Wissen um die Krankheit in der Gesellschaft eher gering. Dies führt zu Missverständnissen und Vorurteilen, unter denen Menschen mit Rosazea leiden.

Die Ergebnisse einer aktuellen Online-Umfrage belegen nun eindrucksvoll, wie groß das Problem der Stigmatisierung bei Rosazea ist und wie belastend es für Betroffene ist. „Wichtig für Rozazea-Patienten und Patientinnen ist daher, dass sie bei ihren Hautärzten und Hautärztinnen nicht nur die körperlichen Symptome behandeln lassen, sondern auch offen über mögliche emotionale Belastungen sprechen. Denn je besser Dermatologen und Dermatologinnen verstehen, was ihre Patienten und Patientinnen belastet, desto besser können sie ihnen helfen", schlussfolgert der Dermatologe Prof. Peter Arne Gerber, Düsseldorf, zu den Umfrageergebnissen.

Mehr als die Hälfte aller Rosacea-Patienten und Patientinneninnen fühlt sich stigmatisiert

Die Ergebnisse der Online-Umfrage zeigen: 55 % aller Befragten fühlen sich aufgrund ihrer Rosazea stigmatisiert. Dabei haben 73 % der Betroffenen das Gefühl, dass ihre Rosacea missverstanden wird.1

Die Umfrage deckt zudem auf, dass es in der Gesellschaft an Wissen zu Rosazea fehlt. Mehr als die Hälfte (54 %) der Umfrage-Teilnehmer und Teilnehmerinnen hat schon einmal zu hören bekommen, dass „Rosazea keine ernste Hauterkrankung ist". 64 % aller befragten Patienten und Patientinnen gaben an, dass ihre Rosazea mit etwas anderem verwechselt wurde, z. B. mit Akne (52 %) oder Sonnenbrand (36 %). 38 % aller Befragten haben sogar schon erlebt, dass ihr Umfeld vermutet, die Gesichtsrötungen stünden im Zusammenhang mit Alkoholkonsum.1

Emotionale Belastungen beim Praxistermin thematisieren

Zusammenfassend bestätigt die Umfrage, dass bei der Mehrzahl der Teilnehmer und Teilnehmerinnen (78 %) das Gefühl der Stigmatisierung durch Rosazea ihr geistiges und emotionales Wohlbefinden beeinträchtigt.1 Dennoch besprechen nur wenige Rosazea-Betroffene (21 %) dieses Empfinden mit ihrem Hautarzt oder ihrer Hautärztin.

Dabei ist der offene Umgang mit der Hautkrankheit Rosazea ein Schlüssel auf dem Weg zu mehr Lebensqualität. Denn je besser das Umfeld versteht, was es mit den auffälligen Hautsymptomen auf sich hat, desto seltener müssen sich Rosaaea-Betroffene in ihrer Haut unwohl fühlen. Und je besser Hautärzte und Hautärztinnen verstehen, was ihre Patienten und Patientinnen belastet, umso gezielter können sie ihnen helfen.

Prof. Peter Arne Gerber zu den Ergebnissen der Umfrage: „Hauterkrankungen, die (auch) im Gesicht auftreten, waren schon immer - und sind es leider noch - ein Auslöser von Vorurteilen und Stigmatisierung. Das hören wir Hautärzte und Hautärztinnen tagtäglich in der Praxis. Die Ergebnisse dieser aktuellen Umfrage bestätigen erneut, wie stark gerade auch Rosazea-Patienten sich dadurch belastet fühlen. Aus ärztlicher Sicht empfehlen wir unseren Patienten und Patientinnen, offen mit der Krankheit umzugehen, d. h. auch das private und vor allem berufliche Umfeld darüber aufzuklären. Denn das schafft Verständnis und Akzeptanz.
Zudem sollen Patienten und Patientinnen und deren Ärzte sowie Ärztinnen gemeinsam offen über alle Symptome sprechen - sichtbare wie unsichtbare. Nur so können wir unsere Patienten und patientinnen besser verstehen und die Behandlung entsprechend anpassen."

1 Galderma, Data on file. Online-Umfrage im September 2021 von faceuptorosacea.com und stelldichdeinerrosacea.de E-Mail-Abonnenten (153 Teilnehmer aus Deutschland)

Über Rosazea

Rosazea (lat.: Rosacea) ist eine chronische Entzündung der Haut. Die charakteristischen Hautveränderungen (Rötungen, sichtbare Blutgefäße, Papeln und Pusteln) befinden sich vor allem in der Gesichtsmitte (Stirn, Nase, Wangen und Kinn). Meist tritt die Krankheit erstmals zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr auf, ist aber am häufigsten bei Männern und Frauen ab 30 Jahren zu beobachten. Gesichtsröte, die durch Auslöser wie Sonne, Sport, Alkohol, Wetterumschwünge und heißes Duschen begünstigt wird, hat häufig einen negativen Einfluss auf das Sozialleben der Patienten und Patientinnen. Stechende, brennende und empfindliche Haut und Unverträglichkeit von Kosmetika treten häufig auf, manchmal sind auch die Augen von Rosazea betroffen: Sie werden rot, trocken und jucken.
Die Ursache von Rosazea ist noch ungeklärt. Experten gehen davon aus, dass vielfältige Faktoren für die Hautkrankheit verantwortlich sind. Eine zentrale Rolle bei der Entstehung kommt nach heutigem Verständnis unter anderem lokalen Entzündungsreaktionen sowie einer Störung im angeborenen Immunsystem zu. Rosazea kann bis heute nicht geheilt werden, aber Medikamente zum Auftragen und Einnehmen sowie Laser-Behandlungen können die Symptome verringern. Patienten und Patientinnen sollten außerdem ihre „Trigger" meiden sowie Sonnenschutzmittel (LSF 30-50+) und sanfte Pflegeprodukte nutzen. Eine frühe Diagnose und Therapie der Erkrankung kann außerdem den Verlauf abmildern. Betroffene, die mehr über Rosazea erfahren möchten, oder vermuten, an der Hauterkrankung zu leiden, können sich auf www.rosacea-info.de ausführlich informieren. Die Seite gibt einen Überblick über Rosazea, die Trigger und Symptome sowie zusätzliche Informationen zur Krankheit.

Über „Anhaltende Gesichtsrötungen – Aktiv gegen Rosazea"

Rund 10 Millionen Deutsche leiden unter Rosazea. Doch viele wissen nicht, dass sie selbst, Angehörige oder Freunde von der Hauterkrankung betroffen sind. Um dies zu ändern, hat die Galderma Laboratorium GmbH zusammen mit dem Berufsverband der Deutschen Dermatologen e.V. und der Deutschen Rosazea Hilfe e.V. die deutschlandweite Aufklärungskampagne „Anhaltende Gesichtsrötungen - Aktiv gegen Rosacea" ins Leben gerufen. Diese verfolgt mittlerweile im zehnten Jahr erfolgreich ihre Ziele: Gut informierte Rosazea-Patienten, die dank ihres Wissens eine frühzeitige Behandlung erhalten und den Alltag mit der Erkrankung besser meistern können, sowie mehr Verständnis für die Krankheit in der Öffentlichkeit.
Unter www.rosacea-info.de finden Ratsuchende und Interessierte ein breites Informationsangebot zu Ursachen, Diagnose und Therapie der Rosazea, zahlreiche Serviceangebote (zum Beispiel Hautarzt-Suche, Rosazea-Schnelltest) sowie praktische Tipps von Dermatologen und Dermatologinnen sowie Kosmetik-Experten und –Expertinnen zum Umgang mit der Krankheit im Alltag. Regelmäßige News sowie die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Rosazea-Betroffenen bietet „Aktiv gegen Rosazea" mit einem eigenen Blog und einer Facebook-Seite, wo Deutschlands größte Rosazea-Community im täglichen Dialog aktiv ist. Auch bei YouTube und Instagram ist die Kampagne vertreten.

Über Galderma

Galderma, das weltweit größte unabhängige, globale Dermatologieunternehmen, wurde 1981 gegründet. Es ist heute in über 100 Ländern mit einem umfangreichen Produktportfolio an verschreibungspflichtigen und OTC-Arzneimitteln, ästhetischen Lösungen sowie Pflege- und Kosmetikprodukten vertreten. Das Unternehmen arbeitet weltweit mit medizinischen Fachkräften zusammen, um die Bedürfnisse der Menschen zur Gesunderhaltung der Haut über die Spanne ihres gesamten Lebens zu erfüllen. Galderma ist führend in der Forschung und Entwicklung wissenschaftlich definierter und medizinisch erprobter Lösungen für die Haut. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.galderma.de

PI: 07.12.2021
Aktiv gegen Rosazea





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